Переклади В.Стуса09 листопада 2020

Р.-М.Рільке. Орфей, Еврідіка і Гермес (фрагмент) / Orpheus. Eurydike. Hermes (1904)

Орфей, Еврідіка і Гермес

...поруч із Гермесом, як дитина, йшла — Вона: така кохана, що й ліра не здобулася б на подібну тугу — як у цієї Жінки-Жалібниці, бо через неї світ став однією Тугою (Плачем), і в цьому світі-Плачі все стало Плачем: ліс і діл, і шлях, і околиця, і поле, і річка, і звір. І сонце йшло в мовчазному визореному небі, наче довкола якоїсь іншої землі; і небо це зі шпичаками зірок було Небом-Плачем. Ось така кохана.

...а зліва квапилась за ним Вона — ота кохана, що забракло й лірі здобутись на таку, як в неї, тугу, бо й світ став стужений од неї й все поспіль: ліс і долина і дорога й простір і поле і ріка і звірина, і в цьому світі туги, ніби десь над іншою землею, сонце йшло, і небо, все озорене й притихле, — це небо туги, в шпичаках зірок — така кохана...

Вона, тримавшись за Гермеса, йшла — у смертнім рам’ї плуталися ноги — така сполошена, покірна й ніжна. Уся в собі, як образ Все-Надії, не бачачи ні шляху, ні мандрівця, що поруч був, вона ішла в життя. Уся в собі. Наповнена по вінця холодним небуттям. Як овоч, повний солоду і томи, уся налита повнотою смерті, з таємною печаттю новизни. Була вона в цнотливості новій така недоторканна, стать її скидалась на вечірню юну квітку, а руки так од шлюбних втіх одвикли, що навіть обережний доторк бога вражав її, немов зухвала близькість. Це вже була не та білява жінка, що увійшла мотивом в спів поета, уже не острів шлюбного кохання, уже не власність будь-кого з мужчин, вся — мов розвіяні довгасті коси, мов випалі дощі, саможертовна, як просфора, поділена на всіх. Вона корінням стала. І коли бог спинив її і з болем мовив: “він озирнувся!“ — не збагнула мови, і тільки запитала стиха: “хто?“

Orpheus. Eurydike. Hermes Rilke Aus: Neue Gedichte (1907) Das war der Seelen wunderliches Bergwerk. Wie stille Silbererze gingen sie als Adern durch sein Dunkel. Zwischen Wurzeln entsprang das Blut, das fortgeht zu den Menschen, und schwer wie Porphyr sah es aus im Dunkel. Sonst war nichts Rotes.

Felsen waren da und wesenlose Wälder. Brücken über Leeres und jener große graue blinde Teich, der über seinem fernen Grunde hing wie Regenhimmel über einer Landschaft. Und zwischen Wiesen, sanft und voller Langmut, erschien des einen Weges blasser Streifen, wie eine lange Bleiche hingelegt. Und dieses einen Weges kamen sie. Voran der schlanke Mann im blauen Mantel, der stumm und ungeduldig vor sich aussah. Ohne zu kauen fraß sein Schritt den Weg in großen Bissen; seine Hände hingen schwer und verschlossen aus dem Fall der Falten und wußten nicht mehr von der leichten Leier, die in die Linke eingewachsen war wie Rosenranken in den Ast des Ölbaums. Und seine Sinne waren wie entzweit: indes der Blick ihm wie ein Hund vorauslief, umkehrte, kam und immer wieder weit und wartend an der nächsten Wendung stand, - blieb sein Gehör wie ein Geruch zurück. Manchmal erschien es ihm als reichte es bis an das Gehen jener beiden andern, die folgen sollten diesen ganzen Aufstieg. Dann wieder wars nur seines Steigens Nachklang und seines Mantels Wind was hinter ihm war. Er aber sagte sich, sie kämen doch; sagte es laut und hörte sich verhallen. Sie kämen doch, nur wärens zwei die furchtbar leise gingen. Dürfte er sich einmal wenden (wäre das Zurückschaun nicht die Zersetzung dieses ganzen Werkes, das erst vollbracht wird), müßte er sie sehen, die beiden Leisen, die ihm schweigend nachgehn: Den Gott des Ganges und der weiten Botschaft, die Reisehaube über hellen Augen, den schlanken Stab hertragend vor dem Leibe und flügelschlagend an den Fußgelenken; und seiner linken Hand gegeben: sie. Die So-geliebte, daß aus einer Leier mehr Klage kam als je aus Klagefrauen; daß eine Welt aus Klage ward, in der alles noch einmal da war: Wald und Tal und Weg und Ortschaft, Feld und Fluß und Tier; und daß um diese Klage-Welt, ganz so wie um die andre Erde, eine Sonne und ein gestirnter stiller Himmel ging, ein Klage-Himmel mit entstellten Sternen - : Diese So-geliebte. Sie aber ging an jenes Gottes Hand, den Schrittbeschränkt von langen Leichenbändern, unsicher, sanft und ohne Ungeduld. Sie war in sich, wie Eine hoher Hoffnung, und dachte nicht des Mannes, der voranging, und nicht des Weges, der ins Leben aufstieg. Sie war in sich. Und ihr Gestorbensein erfüllte sie wie Fülle. Wie eine Frucht von Süßigkeit und Dunkel, so war sie voll von ihrem großen Tode, der also neu war, daß sie nichts begriff. Sie war in einem neuen Mädchentum und unberührbar; ihr Geschlecht war zu wie eine junge Blume gegen Abend, und ihre Hände waren der Vermählung so sehr entwöhnt, daß selbst des leichten Gottes unendlich leise, leitende Berührung sie kränkte wie zu sehr Vertraulichkeit. Sie war schon nicht mehr diese blonde Frau, die in des Dichters Liedern manchmal anklang, nicht mehr des breiten Bettes Duft und Eiland und jenes Mannes Eigentum nicht mehr. Sie war schon aufgelöst wie langes Haar und hingegeben wie gefallner Regen und ausgeteilt wie hundertfacher Vorrat. Sie war schon Wurzel. Und als plötzlich jäh der Gott sie anhielt und mit Schmerz im Ausruf die Worte sprach: Er hat sich umgewendet -, begriff sie nichts und sagte leise: Wer? Fern aber, dunkel vor dem klaren Ausgang, stand irgend jemand, dessen Angesicht nicht zu erkennen war. Er stand und sah, wie auf dem Streifen eines Wiesenpfades mit trauervollem Blick der Gott der Botschaft sich schweigend wandte, der Gestalt zu folgen, die schon zurückging dieses selben Weges, den Schritt beschränkt von langen Leichenbändern, unsicher, sanft und ohne Ungeduld.

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